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Alles hängt miteinander zusammen

Wer zulässt, dass die Erde immer mehr verschmutzt und vergiftet ist, zeigt, dass er oder sie nicht klug ist. Denn das Ergebnis davon wird Krankheit und Hunger und Durst sein. Wenn es nicht mehr genug gesunde Nahrungsmittel und nicht mehr genug sauberes Wasser gibt, werden Kriege  entstehen. Kriege führen nicht zu Glück, das wissen wir alle. Also ist es auch kein Zeichen von Klugheit, nichts gegen die Umweltzerstörung zu  tun.


Klug sein und verstehen wie alles zusammenhängt:

Vor 2500 Jahren, zu der Zeit, als Buddha lebte, gab es noch nicht die großen Probleme mit der Zerstörung der Umwelt wie es sie heute gibt. Es gab es noch keine große Industrie, die ihre giftigen Abfälle ins Wasser abgelassen hat, oder als giftigen Rauch in die Luft geblasen hat. Es gab auch noch keine Mülldeponien, die mit ihrem hochgiftigen Abfall die Erde verseuchen. Obwohl es solch schlimme Probleme noch nicht gab, hat der Buddha trotzdem schon zum Schutz der Natur aufgerufen. Um wie viel mehr sollten wir also heute die Natur schützen, wo das, womit wir sie vergiften und zerstören viel schlimmer ist.

Damit man noch besser versteht, warum man etwas schützen statt zerstören sollte, hat der Buddha gezeigt, wie alles auf der Welt miteinander zusammen hängt.

In einer Rede, die er in einem Wäldchen, dem Jettahain, vor vielen Schülern hielt, erklärte der Buddha zusammenfassend folgendes. (Hier  natürlich schon auf deutsch übersetzt, der Buddha sprach damals in einem alten indischen Dialekt):

“Wenn dieses ist, ist jenes. Das Entstehen von diesem, führt zu dem Entstehen von jenem. Wenn dies nicht ist, ist jenes nicht. Das Ende von diesem führt zu dem Ende von jenem.

Die Rede, in er ihr das findet, heißt Samyutta Nikaya Nummer 12.61

Was meinte der Buddha damit?

“Wenn dieses ist, ist jenes.” Damit beschrieb er, dass die Dinge nie alleine für sich da sind. Bezogen auf das Thema Natur- und Umweltzerstörung  bedeutet dies: Wenn es giftige Abfälle gibt, müssen sie irgendwo hingeschüttet werden. Wenn sie ins Meer-Wasser gekippt werden, dann wird das Meer vergiftet. Wenn das Meer vergiftet ist, dann sterben die Tiere, die im Meer leben.

Die zweite Zeile: “Das Entstehen von diesem, führt zu dem Entstehen von jenem” bedeutet:

Wenn etwas entsteht, entsteht es nicht alleine für sich, sondern es folgen weitere “Entstehungen”. Wenn der Wunsch nach Orangen im Winter entsteht, dann entstehen Überlegungen, wie man die Orangen im Winter bekommen könnte. Diese Überlegungen führen zu Taten: Wenn jemand Orangen im Winter haben will, muss er sie sich besorgen. Also fragt er im Laden nach Orangen. Wenn es dort keine gibt, entsteht die nächste Handlung:  Der Ladenbesitzer fragt auf dem Großmarkt nach. Seine Frage nach Orangen auf dem Großmarkt zieht die nächste Entstehung einer Handlung nach sich: der Händler auf dem Großmarkt bittet einen weiteren Händler, ihm Orangen zu besorgen. Bald fliegen Flugzeuge beladen mit Orangen aus den  wärmeren Ländern in die kälteren. Dabei wird wieder Lärm verursacht, die Luft verpestet und so weiter. Und das alles nur, weil der Wunsch nach Orangen entstanden war.

Die nächste Zeile: “Wenn dies nicht ist, ist jenes nicht” bedeutet:
Hier kommt die interessante nächste Überlegung, die uns schon in Richtung der Lösung bringt: Wenn der Wunsch nach Orangen nicht wäre, gäbe es alle weiteren Gedanken und Handlungen nicht. Auch keine Luftverschmutzungen durch Flugzeuge und so weiter.

Und die letzte Zeile: “Das Ende von diesem führt zu dem Ende von jenem.”
Hier gibt uns der Buddha die Lösung für ziemlich viele Probleme. Man könnte nämlich Wünsche und Taten stoppen, statt sie weiterzuführen. Das Ende des Wunsches nach einer Orange, führt dazu, dass alle anderen Handlungen auch nicht passieren. Oder noch besser, so wunschlos sein, dass erst gar keine überflüssigen Wünsche in einem entstehen. Damit würden auch keine Folgewünsche entstehen. Die Welt wäre nicht mehr so voll mit Wünschen, und dadurch auch nicht mehr so voll mit Sorgen und Leiden.

Damit hat der Buddha vor 2500 Jahren schon etwas sehr Kluges gezeigt: Wir können helfen, die Erde weniger voll mit Problemen und Leiden zu machen. Einfach dadurch, dass wir weniger wünschen, das heißt weniger haben wollen.


 

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