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Pflanzen als Beispiel für die Lehre des Buddha


In Indien wachsen auf den Seen heute noch Lotuspflanzen. Manche Seen sind ganz davon bedeckt. So war es auch schon zu der Zeit, als Buddha lebte. Kein Wunder, dass er den Lotos gerne als Bild benutzt hat, um etwas zu  erklären.
Es gibt eine Geschichte, die berichtet, wie er nach seiner Erleuchtung vom indischen Gott Brahma besucht wurde. Dieser trat zum Buddha heran, verneigte sich und sprach:
“Sehr geehrter Buddha. Bitte behalte das, was du erkannt hast nicht für dich. Es gibt andere, die ebenfalls die Erleuchtung erlangen können. Bitte hilf uns, und sei unser Lehrer.”

Da blickte der Erleuchtete mit seinem Buddha-Auge über die Welt. Und er sah, dass es einige gab, die ganz nah an der Erleuchtung waren. Nur noch sehr wenig Verdunklung war in ihrem Geist. Er sah, dass es einige gab, die sehr klug waren, und denen er mit wenigen Erklärungen helfen konnte. Er sah auch, dass es einige gab, die  sehr weit von der Erleuchtung entfernt waren. Die sehr viele Verdunklungen in ihrem Geist hatten, die fast nur Böses im Sinn hatten und bei denen es sehr schwer sein würde, ihnen durch Erklärungen zu helfen.
Nachdem er das alles mit seinem Buddha-Auge gesehen hatte, antwortete er:
“Es ist wie in einem Lotos-Teich. Da gibt es blaue, rote und weiße Lotosblumen. Alle sind sie vom Boden des Teiches gewachsen. Ihre Wurzeln befinden sich dort. Viele rote, blaue und weiße Lotosblumen sind zwar gewachsen, aber dann wieder unter die Wasseroberfläche gesunken. Andere rote, blaue und weiße Lotosblumen haben die Wasseroberfläche erreicht. Dort haben sie aber aufgehört zu wachsen. Einige der roten, blauen und  weißen Lotosblumen schließlich sind hochgewachsen und erheben sich auf  ihren Stängeln über der Wasseroberfläche. Sie stehen frei und unbenetzt  von Wasser da.
Ebenso verhält es sich mit den Menschen. Es gibt welche, die sozusagen unter Wasser sind, und nicht viel von der Welt mitbekommen. Ihre Sinne sind stumpf und ihr Geist ist verdunkelt. Andere sind schon über dem Wasser. Sie könnte ich mit meinen Worten erreichen. Einige stehen frei und aufrecht da, offen und empfänglich für meine  Worte und für das, was ich ihnen über die Erleuchtung sagen kann.”
“Wirst du uns helfen, damit wir zur Erleuchtung gelangen?”, fragte der Gott Brahma daraufhin.
Der Buddha schaute ihn freundlich an: “Ja, das will und werde ich tun.”
Daraufhin verbeugte sich der Gott Brahma tief vor dem Erleuchteten und sagte: “Vielen herzlichen Dank, verehrter Buddha, dass du uns nicht alleine in der Verdunklung zurücklässt.”

(nacherzählt von Andrea Liebers nach Samyutta Nikaya 6.01-04
)

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