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Auch Verlegerinnen und Chefredakteurinnen waren einmal Kinder!

 

Ursi2kleinUrsula Richard ist die Chefredakteurin der Zeitschrift „Buddhismus aktuell“ und verlegt außerdem in ihrem Verlag „Edition Steinrich“ buddhistische Bücher. Sie wurde vor fast 60 Jahren in Wuppertal geboren, lebt heute in Berlin und praktiziert Zen-Buddhismus. Ihre Zen-Lehrerin kommt aus der Schweiz, lebt aber seit vielen Jahren in einem Zen-Zentrum in San Francisco in Kalifornien. Andrea Liebers nutzte ein Telefongespräch, um Ursula Richard Fragen zu stellen:

Waren Sie als Kind schon an Religion interessiert?

Ja! Ich bin katholisch aufgewachsen, habe als Kind viel und gerne gebetet. Als ich so ungefähr 10 oder 11 Jahre alt war, wollte ich unbedingt Nonne werden.

Hatten Sie Lieblingstiere? Wenn ja, welche?

Meine Stofftiere! Ich hatte ein Bärchen, dem fehlte irgendwann ein Auge. Und ein Osterhäschen, das habe ich heute noch. Dieser Osterhase musste wochentags schwer arbeiten, in einer Fabrik, in der mein Opa mal Nachtwächter war. Deshalb nahm ich ihn in den Ferien immer mit, damit er auch mal Urlaub machen kann.

Haben Sie als Kind viel gelesen?

Ja, kaum konnte ich lesen habe ich Bücher verschlungen. Meine Lieblingsbücher waren die „Fünf Freunde“. Die haben in jedem Band Abenteuer erlebt und Fälle aufgeklärt.

Lesen Sie heute noch viel?

Ja, schon Sehr gerne lese ich Krimis. Mein derzeitiges Lieblingsbuch ist allerdings ein spirituelles Buch. Es heißt „Leuchtende Stille“ und ist von Margrit Irgang geschrieben.

Gingen Sie gern in die Schule?

Ja!

Welches waren Ihre Lieblingsfächer?

Erst Deutsch. Später auf dem Gymnasium waren es Soziologie, Sport und Geschichte.

Sie haben einen Beruf gewählt, in dem Sie viel schreiben müssen und sind selbst Autorin mehrerer Bücher. Zeigte sich dieses Schreibtalent schon früh?

Ja, ich habe gerne kleine Geschichten geschrieben, meine Deutschlehrerin lobte mich deshalb. Ich habe als Jugendliche auch bei einer Schülerzeitung mitgemacht.

Sie sind  seit ungefähr einem Jahr Chefredakteurin von „Buddhismus aktuell“ und führen viele Interviews. An welches Interview erinnern Sie sich besonders gern?

ursikleinAn eines der letzten, das war mit Schwester Theresa, einer Franziskanernonne, die auch Zenpriesterin ist. Sie lebt im „Felsentor“, das ist ein Meditationszentrum, in dem es ganz viele Tiere gibt. Bei dem Interview saßen wir auf einer Wiese und viele von den Tieren waren neugierig, was wir da machen, und saßen um uns herum. Normalerweise habe ich Respekt vor Tieren und halte Abstand. Bei dem Interview war es anders. Es war so natürlich, mit den Tieren zusammenzusein, dass ich mich sogar traute, sie zu streicheln.

Dieses Interview habe ich gelesen und fand es auch sehr berührend. Danke, dass wir es auf der Buddhakidsseite veröffentlichen dürfen! Ich denke, es wird auch Kindern gefallen, da Kindern meistens Tiere lieben. Es kann hier gelesen werden.

An welches Buchprojekt erinnern Sie sich, das Sie auf für Sie ganz neue Gedanken gebracht hat?

Das war das Buch  von Karmapa Ogyen Trinley Dorje, Das edle Herz heißt es. Darin beschreibt er auf für mich neue Weise, warum es wichtig ist, eine Vision zu haben, von der Welt, in der man leben möchte Und dass man sich dann ausgehend von der Vision Leute suchen soll, die ähnliche Vorstellungen haben. Und dann kann man viel bewirken.

Warum verlegen Sie in Ihrem Verlag keine Kinderbücher?

Ich kenne mich mit Kinderbüchern nicht aus. Mein Verlag, die Edition Steinrich , ist auf dem Kinderbuchmarkt überhaupt nicht bekannt. Da wäre es sehr, sehr schwer, dort Fuß zu fassen.

Welches ist Ihre Lieblingsfarbe?

Rot.

Ihr Lieblingsessen?

Nudeln mit Gemüse und ganz viel Käse drauf.

Als was für ein Tier würden Sie gerne wiedergeboren werden?

Als Schildkröte! Die ist so herrlich langsam und so gemütlich.

 

 

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