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Luft holen

Auch Kinder haben manchmal (oder öfter) Gefühlsausbrüche.
Du kennst das sicher aus deiner eigenen Erfahrung.

Du bist zum Beispiel gerade in ein Spiel vertieft, da kommt dein kleiner Bruder und haut dir seinen Teddybär auf den Kopf.
Was tust du normalerweise?

Überleg kurz.

Wahrscheinlich bekommst du einen Wutanfall, schnauzt deinen kleinen Bruder an, schubst ihn vielleicht weg und was passiert?
Meistens beginnt er dann zu heulen und schreit laut nach Papa und Mama.
Die kommen angerannt und dein kleiner Bruder beschuldigt dich, dass du ihn angeschnauzt und weggeschubst hast.
Du verteidigst dich empört und sagst, dass er aber angefangen hat, weil er dir seinen Teddy auf den Kopf gehauen hat.

Es kommt zu einem großen Streit, es wird viel geschimpft, geredet und  womöglich geweint und am Ende sind alle erst mal fix und fertig.

Wo hätte es eine Möglichkeit gegeben, es nicht so weit kommen zu lassen?

Wenn dein kleiner Bruder (das kann natürlich auch eine Schwester, eine  Freundin, ein Freund oder wer auch immer sein) dir nicht den Teddy auf den Kopf gehauen hätte, dann hätte es den Streit sowieso nicht gegeben.

Wenn du nicht sofort einen Wutanfall bekommen hättest, am besten natürlich,  wenn du gar keinen bekommen hättest. Dann wäre es auch zu keinem Streit  gekommen.

Wie macht man das, dass man, dass man seine Wut nicht auslebt, obwohl sie in einem hochsteigt?

 Eine hervorragende Methode ist, tief Luft zu holen. Damit bekommt man ein  kleines bisschen Zeit. Dabei kann man noch ganz schnell überlegen und zu dem Ergebnis kommen kann, dass ein Wutanfall die ganze Sache nur noch  verschlimmert und eigentlich nichts bringt.

Das kann man natürlich nur, wenn man über solche Situationen vorher schon öfters  nachgedacht hat und sich ausführlich überlegt hat, warum es gut ist,  sich zurückzuhalten und nicht loszuschimpfen und loszuhauen.

Am besten du fragst deine Eltern oder Großeltern, ob sie sich ab und zu mit dir zusammen solche Wutgefährlichen Situationen ausdenken (das kann  Spaß machen!). Gemeinsam könnt ihr dann besprechen, wie man sich in  solchen Momenten am geschicktesten verhält.
Was man oft genug im Kopf durchdacht hat, fällt einem dann im Leben viel leichter.

(Die Bilder hat Melinda (10) gemalt)

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