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Samsara

 

Das Wort Samsara kommt im Buddhismus sehr häufig vor. Es ist ein Wort aus der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet übersetzt: “Wanderung”.  Welche Wanderung ist damit gemeint? Die von Wiedergeburt zu Wiedergeburt.
Ihr wisst sicher, dass man im Buddhismus daran glaubt, immer wieder wiedergeboren zu werden. Und zwar nicht nur als Mensch,  sondern auch als Tier, als Geist oder göttliches Wesen. Die Leben, die wir schon gelebt haben, sind unzählbar viele, und die, die wir noch leben werden, sind eine ebenso unzählbar große Zahl.

Wenn man als Mensch stirbt, verlässt das Bewusstsein, der Geist, diesen  Menschenkörper und sucht sich dann einen neuen Körper, in dem es wiedergeboren wird.

Warum ist das so?, werdet ihr fragen. Wegen des Karma. Was Karma genau bedeutet, könnt ihr unter dem Punkt
Karma nachlesen.

Die Macht und die Menge der Handlungskräfte, die wir Leben für Leben  ansammeln, zwingen uns dazu, immer weitere neue Handlungen auszuführen. Es ist wie ein Rad, das nie zum Stoppen kommt, weil es immer wieder angestoßen wird. Wodurch angestoßen? Durch die Ursachen, die Wirkungen verlangen. Das klingt jetzt komisch, ist aber so: Weil ich leben will  (Ursache), lebe ich (= Folge).
Weil ich glücklich leben will (Ursache), versuche ich alles zu tun, dass es mir gut geht. (Folge)
Weil ich meine, dass ich glücklich bin, wenn ich ein Dach über dem Kopf habe (Ursache), baue ich mir ein Haus oder suche eine Höhle oder grabe mir einen Gang.
Weil ich glaube, dass mir andere mein Futter wegnehmen wollen (Ursache), scheuche ich sie weg. (Folge)
Weil ich die anderen wegscheuche (Ursache), bin ich allein. (Folge)
Weil ich mich allein fühle, suche ich Freunde.
Weil ich mich mit meinen Freunden streite, verlassen sie mich wieder.
Weil ich mich alleine fühle, suche ich neue Freunde.

So geht das Leben für Leben, für Leben, immer das Gleiche, ohne Unterbrechung.

Der Buddha erkannte nun genau das: In allen Leben passiert immer das Gleiche. Und er sagte: “Ich will aufhören damit, Leben für Leben immer wieder Wünschen hinterher zu jagen. Das bringt doch nichts, außer, dass es immer weiter geht. Das Rad der Wiedergeburten kommt nie zum Stehen.”

Deshalb beschloss er, durch Meditation seinen Geist zur Ruhe zu bringen.
Warum? Damit er stark genug sein würde, in Meditation sitzen zu bleiben, wenn sein Geist zum Beispiel den starken Wunsch hatte: “Ich fühle mich allein, ich muss Freunde suchen!”
Und warum konnte er weiter meditieren, obwohl in seinem Kopf der Gedanke ganz groß und drängend war, neue Freunde zu finden? Weil sein Wunsch, aus dem Kreislauf des “Immer wieder Gleichen” auszubrechen stärker war, als der Wunsch sich neue Freunde zu suchen.

Wie ihr wisst, hat der Buddha das geschafft. Dieses aus dem Kreislauf der Wiedergeburten auszubrechen, nennt man Erleuchtung. Der Buddha war  stärker als die Wünsche geworden, immer wieder weiterzumachen mit dem “ich will dies”, “ich will das”, “und jetzt will ich das”. Dadurch kam das Rad zum Stillstand.
Man nennt diesen Zustand, wenn man nicht mehr von Wiedergeburt zu Wiedergeburt wandern muss, in der buddhistischen Fachsprache “Nirvana”
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